
Tiere & Pflanzen
Die Natur im Moor – vom Jahrtausende alten Torf bis zu Pflanzen und Tieren. Warum sie bedroht sind und wie wir ihnen helfen.
Moore in den Alpen sind meist kleine Flecken, kaum größer als ein-, zweihundert Meter im Durchmesser. Das Pürgschachen Moor und die angrenzenden Feuchtwiesen dagegen ziehen sich über einen Kilometer weit durchs Ennstal.
Den Großteil der Fläche bedeckt ein Hochmoor. Wie ein Uhrglas wölbt sich das Moor über die Umgebung. Bis über sieben Meter tief liegt hier Torf: Reste von Moosen, Gräsern und Bäumen.
Pflanzen
Am größten Teil des Moores wächst ein Buschwerk aus Latschen (Pinus mugo ). Den Boden darunter bedecken überall Torfmoose (Sphagnum sp. ).
Ein buntes Mosaik aus Torfmoosen – etwa ein Dutzend Arten, bildet das Zentrum des Moores: mit eher trockenen Hügeln, sogenannten Bulten, dazwischen feuchte Mulden, den Schlenken. Jeder Standort trägt spezielle Torfmoose mit ganz eigenen Ansprüchen. An trockenen Stellen finden sich auch Heidekrautgewächse wie die Besenheide (Calluna vulgaris ), die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus ) und die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum ).
Tiere
Der Torfstecher sticht aus dem Moorboden bis 1,50 m Tiefe mit dem Grabscheit genau ausgemessene Torfziegel (Soden) und wirft sie mit einer Schaufel zur Seite. Je mehr Kubikmeter er sticht, desto mehr verdient er. Die Einleger – meist Frauen – bringen die Soden zur Trockenanlage. In diesen „Hütten“ aus Latten werden die Torfziegel geschlichtet. Eine Sode wiegt im feuchten Zustand 4 – 5 kg und trocknet in 3 bis 4 Wochen auf ein Gewicht von 0,5 bis 0,75 kg ein.
