
Zeitreise durchs Moor
20.000 v. Chr
Ein dicker Eispanzer liegt über dem Ennstal. Am Grimming, im Toten Gebirge und im Gesäuse ragen nur die höchsten Gipfel übers Eis auf.
10.000 v. Chr
Vom See, den der abgeschmolzene Gletscher hinterlassen hat, ist nicht mehr viel zu sehen. Geröll, Sand und Schlick haben das Tal bis zum Gesäuse-Eingang aufgefüllt. Ein vielfach verästetes Flussbett und Sumpfflächen bedecken den Talgrund.
5.000 v. Chr
Das Pürgschachen Moor wächst langsam über den Grundwasserspiegel der Enns. Bei Hochwassern überflutet der Fluss aber noch immer weite Teile des Moores.
Um Christi Geburt
Schon zur Jungsteinzeit siedelten Menschen auf die höhergelegenen Flächen im Tal. Zur Römerzeit wird die Route über den Rottenmanner Tauern und den Phyrnpass eine wichtige Srraße für Handel und Militär.
Um 1700
Erst vor 300 Jahren dringt die Latsche in die offenen Moorflächen. Vorher war sie wohl nur im Moorrandwald zu finden.
Um 1900
Das Pürgschachen Moor wurde durch Entwässerungen und Torfabbau stark verändert, wodurch große Teile der ursprünglichen Hochmoorflächen verloren gingen. Seit den späten Jahrzehnten des Jahrhunderts stehen jedoch Renaturierung und Schutz im Mittelpunkt, um den Wasserhaushalt zu stabilisieren und die typische Moorvegetation wiederherzustellen.
Das Moor Heute
Heute ist das Pürgschachen Moor eines der größten und am besten erhaltenen Talbodenhochmoore im gesamten Ostalpenraum.
