Sonnentau

Sonnentau

Der Sonnentau

Das Ennstal ist Heimatort eines der seltensten Pflanzen der Erde: dem Sonnetau, der sich von Insekten ernährt. Seinen Namen erhielt der Sonnentau wegen der glitzernden kleinen Tröpfchen, die an kurzen Stielen seine Blätter säumen. Sie erinnern an die harmlosen Tropfen des Morgentaus, sind jedoch aus einer klebrigen Substanz und heimtückische Fanggeräte für Insekten. Landet ein solches, bleibt es kleben, das Blatt rollt sich ein und das Insekt wird von er Pflanze verdaut.

Er wächst von Mai bis Oktober und blüht im Juni. Im Ennstal gibt es drei Arten: den langblättrigen Sonnentau (bis 7cm klein), den rundblättrigen (bis 3cm klein) und eine Mischform. Der rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) wird auch als Himmelstau, Herrgottslöffel, Bullenkraut oder Widdertod genannt. 

Der Sonnetau ist aber nicht nur als "Fleischfresser" bekannt, sondern auch als Heilpflanze. Er soll gegen Husten und Lungenkrankheiten helfen.

Die Gemeinde Ardning trägt als Symbol fürs Moor einen blühenden Sonnentau im Wappen.

Vorkommen
Der Sonnentau besiedelt ausschließlich nährstoffarme Hochmoore wie das Pürgschachener Moor in Ardning. Er ist wie das Karlszepter eine Pflanzenart, die der biorealen Klimazone (Taiga und Tundra) zuzuordnen ist.

Überlebensstrategie
Die Anpassung an seinen Lebensraum Hochmoor erfordert vom Sonnentau besondere Strategien. Unempfindlichkeit gegen den sauren Untergrund (Hochmoore haben einen pH-Wert von 3,5-5,5!) und den hohen Bodenwasserspiegel. Seine genialste Eigenschaft ist aber die fleischfressende Lebensweise. Er begegnet der Nährstoffarmut im Hochmoor mit dem Fang von Insekten und gewinnt daraus lebenswichtigen Stickstoff.

Gefährdung
Der Lebensraum des Sonnentaus, das Hochmoor, zählt zu den seltensten Biotopen des gesamten Ostalpenraumes. Seit dem Mittelalter wurde der Grundbestandteil der Moore, der Torf als Brennmaterial verbraucht. Dies bewirkte im Ennstal einen Rückgang der Moore um 95%!Damit verlor der Sonnentau weitgehend seinen Lebensraum.

 

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https://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020_de
https://www.bmnt.gv.at/land/laendl_entwicklung.html
http://www.landesentwicklung.steiermark.at/cms/beitrag/12651814/141980347/
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